Samstag, 18. November 2017

Einbildungskraft.


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Dieser Wechsel des Ich in und mit sich selbst, da es sich endlich und unendlich zugleich setzt - ein Wechsel, der gleichsam in einem Widerstreite mit sich selbst besteht, und dadurch sich selbst reproduziert, indem das Ich Un- vereinbares vereinigen will, jetzt das Unendliche in die Form des Endlichen aufzunehmen versucht, jetzt, zurück- getrieben, es wieder außer derselben setzt, und in dem nämlichen Momente abermals es in die Form der Endlich- keit aufzunehmen versucht - ist das Vermögen der Einbildungskraft.
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J. G. Fichte, Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre, SW I, S. 215




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