Donnerstag, 9. November 2017

Der harte Kern der Wissenschaftslehre.


Petra Bork  / pixelio.de

Anschauung des Wirklichen ist nur möglich durch Anschauung eines wirklichen Handelns des Ich, also alle Er- fahrung geht aus vom Handeln. Ist kein Handeln, so ist keine Erfahrung, und ist diese nicht, so ist kein Bewusst- sein. 

Nur meiner Tätigkeit kann ich mir bewusst werden, aber ich kann mir derselben nur bewusst werden als einer beschränkten. Die Erfahrung bezieht sich auf Handeln, die Begriffe entstehen aus Handeln und sind nur um des Handelns willen da, nur das Handeln ist absolut. Im Handeln erst komme ich auf Objekte. Der Urgrund alles Wirklichen ist daher die Wechselwirkung oder Vereinigung des Ich und NichtIch.  

Das NichtIch ist sonach nichts Wirkliches, wenn es sich nicht auf ein Handeln des Ich bezieht, denn nur durch diese Bedingung und Mittel wird es Objekt des Bewusstseins. Dadurch wird nun das Ding an sich für immer aufgehoben.
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nach J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodoHamburg 1982, S. 60f.





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