
Ästhetische Eigenheiten sind qualitativ, nicht relationell. Darum lassen sie sich nur anschaulich wiedergeben, aber nicht begreifen.
Der bestimmte Gegensatz zur Qualität ist nicht die Quantität, sondern die Relation.* Relationen – das ja – lassen sich messen; Begriff ist Relation. Qualität nicht. Sie ist an sich. Man kann sie nachzubilden versuchen. Wenn es gelingt, nennt man es Kunst.
Juni 21, 2010
*) Quantität ist selber eine Relation - und zwar die gewöhnlichste.
Nachtrag. Der Begriff bezeichnet allerdings eine Relation - sofern er nämlich mit andern Begriffen zu einem System von Wechselbestimmungen zusammengefasst ist. 'Ursprünglich' war er aber eine Vorstellung, die als Bild angeschaut wurde; singulär und qualitativ. Doch so konnte er weder im Gedächtnis archiviert noch einem beliebi- gen andern mitgeteilt werden. Erst in der prozessierenden Vergesellschaftung mit andern Bildern im ständigen Verkehr wurde er gefasst, festgestellt und eingegrenzt: 'Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache.' Die Sprache ist wiederum das System von allem, was sag- und denkbar ist. Die sprachliche Fassung des Bildes zum Begriff ist der Übergang von der analogen Vorstellung zur digitalen Darstellung.
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